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OnlyFans-Agentur: Wie viel Prozent nimmt sie – und wovon?

Kurz: Genannt werden meist 20 bis 30 % für die reine Chatbetreuung und 30 bis 50 %, wenn eine Agentur den Account vollständig übernimmt. Dokumentiert sind auch Verträge mit 70 %. Nur sagt diese Zahl fast nichts, solange niemand dazusagt, worauf sie gerechnet wird. 40 % vom Bruttoumsatz und 40 % vom ausgezahlten Betrag sind zwei verschiedene Preise, und zwar nicht knapp: Bei 10.000 € Monatsumsatz liegen 800 € dazwischen. Jeden Monat, bei identischer Zahl im Vertrag.

Dazu kommt eine Verwechslung, die sich durch fast jede Diskussion zu diesem Thema zieht. OnlyFans behält selbst 20 % ein, bevor überhaupt eine Agentur im Spiel ist. Wer Plattformgebühr und Agenturanteil in einen Topf wirft, landet zwangsläufig bei Zahlen, die entweder viel zu hoch oder viel zu niedrig sind.

Unten steht beides einmal sauber durchgerechnet, in Euro, mit denselben Ausgangszahlen. Dazu die eine Frage, die zwei Angebote überhaupt erst vergleichbar macht, und die Schwelle, ab der sich ein Anteil für dich rechnet. Geschrieben ist das für Creatorinnen, die bereits regelmäßig verdienen und überlegen, ob ein Team einen Anteil wert ist. Die Rechnung funktioniert auf jedem Niveau – sie fällt nur nicht immer zugunsten der Agentur aus.

Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans-Agentur im Schnitt?

Genannt werden grob 20 bis 30 % für die reine Chatbetreuung und 30 bis 50 % für das volle Management; die Wiener Zeitung hat 2023 einen Vertrag mit 70 % dokumentiert. Einen belastbaren Branchenschnitt gibt es nicht. Niemand prüft diese Angaben, sie werden auf unterschiedliche Beträge gerechnet, und die Leistung dahinter schwankt enorm.

Die Spanne ist deshalb so breit, weil unter dem Wort „Agentur“ ganz verschiedene Geschäfte laufen. Am unteren Ende sitzt jemand, der deine Beiträge einplant und abends ein paar Nachrichten beantwortet. Am oberen Ende steht ein Team, das in Schichten rund um die Uhr chattet, Reichweite aufbaut, für Preise und die Planung der Inhalte verantwortlich ist, gestohlenem Material hinterherjagt und dir wöchentlich Zahlen vorlegt. Beide nennen dir eine Prozentzahl. Nur beim zweiten steht eine echte Kostenstruktur dahinter.

Nach oben ist die Spanne offen. Die Wiener Zeitung hat im Oktober 2023 verdeckt bei einer Agentur recherchiert, die 70 % der Einnahmen für sich beanspruchte; ein Anwalt sah in dem Mustervertrag unter anderem eine einseitig zugunsten der Agentur verschobene Erlösaufteilung. OnlyFans erklärte der Zeitung, Agenturen dieser Art nicht zu unterstützen: Creator könnten nur natürliche Personen sein, und Auszahlungen gingen ausschließlich auf deren eigenes Konto, nie an Dritte.

Diesen letzten Satz solltest du dir eher merken als jede Prozentzahl. Wenn Geld zuerst bei der Agentur landet und du deinen Rest überwiesen bekommst, hast du ein Problem, das mit der Höhe des Anteils gar nichts zu tun hat.

Und eine niedrige Zahl ist kein Qualitätsmerkmal. 25 % für die Beitragsplanung sind teurer als 45 % für ein Team, das deinen Umsatz verdoppelt. Das gilt genauso andersherum, auch gegen unser eigenes Interesse: Jede Agentur ist zu teuer, wenn sie deine Zahlen nicht bewegt. Unsere eingeschlossen, so klein ihr Anteil auch klingen mag.

Warum sind 40 % nicht gleich 40 %?

Weil derselbe Prozentsatz auf zwei verschiedene Beträge gerechnet werden kann: auf den Bruttoumsatz vor der OnlyFans-Gebühr oder auf die Auszahlung danach. Bei 10.000 € Umsatz im Monat bleiben dir im einen Fall 4.800 €, im anderen 4.000 €. Gleiche Zahl im Vertrag, 9.600 € Unterschied im Jahr.

Rechnen wir es durch. Dein Account macht 10.000 € Umsatz im Monat – Abos, kostenpflichtige Nachrichten, Trinkgelder, alles zusammen. OnlyFans behält davon 20 % ein, also 2.000 €. Auf deinem Konto landen 8.000 €. Diese 20 % sind keine Verhandlungssache und treffen jede Creatorin gleich; die Zahl steht im Sachverhalt des EuGH-Urteils vom 28. Februar 2023 zur Mehrwertsteuer der OnlyFans-Betreiberin Fenix International, in dem es um genau diesen Einbehalt ging.

Modell A, der Anteil wird auf den Nettoumsatz gerechnet: 40 % von 8.000 € sind 3.200 € für die Agentur. Bei dir bleiben 4.800 €.

Modell B, der Anteil wird auf den Bruttoumsatz gerechnet: 40 % von 10.000 € sind 4.000 € für die Agentur. OnlyFans hat vorher schon 2.000 € genommen. Bei dir bleiben 4.000 €, also 800 € weniger im Monat und 9.600 € weniger im Jahr – ohne dass sich an der Leistung, am Vertrag oder an der genannten Zahl irgendetwas geändert hätte.

Jetzt wird es unangenehm. Umgerechnet auf den Nettoumsatz nimmt Modell B nämlich 4.000 € von 8.000 €. Das sind 50 %. Die Agentur, die dir „40 %“ nennt, nimmt in Wahrheit die Hälfte. Stell sie neben ein Angebot mit 45 % vom Nettoumsatz: Das wären 3.600 € für die Agentur, bei dir blieben 4.400 €. Das teurer klingende Angebot lässt dir also 400 € mehr im Monat. Wer nur Prozentzahlen vergleicht, wählt zuverlässig falsch.

Es gibt noch eine dritte Bemessungsgrundlage, die selten offen ausgesprochen wird: den Gewinn nach Kosten. Wenn im Vertrag „Nettoerlös“ steht und irgendwo im Kleingedruckten definiert ist, dass Honorare für Chatterinnen und das Werbebudget vorher abgezogen werden, ist das eine ganz andere Rechnung als die beiden oben. Manchmal zu deinen Gunsten, oft nicht. Ohne Definition im Vertragstext ist das Wort „netto“ wertlos.

Wie mache ich zwei Angebote vergleichbar?

Teile jeden Prozentsatz, der auf den Bruttoumsatz gerechnet wird, durch 0,8 – dann steht er in derselben Einheit wie ein Anteil vom Nettoumsatz. 30 % brutto entsprechen 37,5 % netto, 40 % entsprechen 50 %, 50 % entsprechen 62,5 %. Umgekehrt multiplizierst du einen Nettoanteil mit 0,8.

Der Grund für die 0,8 ist einfach: Nach der Plattformgebühr sind vom Bruttoumsatz noch 80 % übrig. Die Agentur greift aber auf den vollen Betrag zu, während dir nur der kleinere Topf bleibt. Je höher der Anteil, desto brutaler der Effekt. 60 % vom Bruttoumsatz sind 75 % vom Nettoumsatz. 70 % vom Bruttoumsatz wären rechnerisch 87,5 % – bei einem solchen Angebot arbeitest du praktisch umsonst.

Diese Umrechnung reicht allerdings nur, solange sonst nichts abgezogen wird. Deshalb ist die Frage, die wirklich weiterhilft, gar keine Prozentfrage. Sie lautet: „Bei 10.000 € Bruttoumsatz im Monat – wie viel Euro gehen an euch, und wie viel bleibt bei mir?“ Lass dir die Antwort schriftlich geben, mit zwei Zahlen. Eine Agentur, die ihr eigenes Modell kennt, braucht dafür dreißig Sekunden. Eine, die ausweicht, sich auf „das kommt darauf an“ zurückzieht oder das Gespräch auf Erfolgsgeschichten lenkt, hat dir gerade sehr viel über sich verraten.

Die zweite Frage geht eine Ebene tiefer. Welche Zeile deiner Auszahlungsübersicht ist die Grundlage? Und was passiert bei Rückbuchungen? Wenn ein Fan seine Zahlung storniert, verschwindet das Geld bei dir – wird der Agenturanteil dann rückwirkend korrigiert, oder bleibt er auf einem Umsatz stehen, den du nie behalten hast? Dasselbe gilt für noch nicht freigegebene Beträge: Abgerechnet wird auf gebuchten oder auf tatsächlich ausgezahlten Umsatz?

Was im Verkaufsgespräch gesagt wird, zählt am Ende nicht. Es zählt der Vertragstext. Bei Dienstverträgen, die auf besonderem Vertrauen beruhen, kann unter Umständen § 627 BGB greifen, der eine Kündigung auch ohne wichtigen Grund erlaubt – ob das auf einen konkreten Agenturvertrag anwendbar ist, hängt von der Ausgestaltung und vom vereinbarten Recht ab. Und viele Agenturen sitzen im Ausland; unsere übrigens auch, in Florida.

Dieser Text ist ausdrücklich keine Rechtsberatung und kann keine ersetzen. Lass jeden Vertrag vor der Unterschrift anwaltlich prüfen. Das kostet ein paar hundert Euro und ist, gemessen an dem, was in den kommenden Monaten über den Tisch geht, ein Rundungsfehler.

Welche Kosten kommen zum Prozentsatz noch dazu?

Häufig Honorare für Chatterinnen, Werbebudget, Aufnahme- und Bearbeitungsgebühren sowie Wechselkursaufschläge. Diese Posten sind der Grund, warum ein Angebot mit 40 % teurer sein kann als eines mit 55 %. Entscheidend ist zusätzlich, an welcher Stelle sie abgezogen werden: vor der Aufteilung oder danach.

Zurück zu den 10.000 € Umsatz und 8.000 € Auszahlung. Die Agentur nimmt 40 % vom Nettoumsatz, also 3.200 €. Zusätzlich werden dir 1.500 € für Chatterinnen und 800 € Werbebudget weiterberechnet. Bei dir bleiben 8.000 € − 3.200 € − 1.500 € − 800 € = 2.500 €. Von deinem Bruttoumsatz sind das 25 %. Ein Angebot mit 55 % vom Nettoumsatz und ohne Zusatzkosten würde dir 3.600 € lassen: 1.100 € mehr im Monat, obwohl die Zahl im Vertrag um 15 Punkte höher steht.

Ob die Kosten vor oder nach der Aufteilung abgezogen werden, macht noch einmal einen Unterschied. Kämen die 2.300 € oben weg, bevor geteilt wird, blieben 5.700 € zu verteilen; die Agentur bekäme 2.280 €, bei dir blieben 3.420 €. Das sind 920 € im Monat, die davon abhängen, an welcher Stelle im Satz das Wort „abzüglich“ steht. Genau solche Formulierungen überliest du beim ersten Lesen.

Dazu kommen die kleinen Posten, die niemand erwähnt. Wenn dein Guthaben in US-Dollar ankommt und der Agenturanteil in Euro abgerechnet wird, entscheidet der angesetzte Kurs über ein bis zwei Prozent – ein Prozent von 8.000 € sind 80 € im Monat.

Vorabgebühren unter Bezeichnungen wie „Onboarding“, „Strategiepaket“ oder „Aufwandsentschädigung“ gehören in eine andere Kategorie. In einem reinen Beteiligungsmodell gibt es keinen sachlichen Grund, vor der ersten Umsatzsteigerung Geld zu verlangen. Wer das trotzdem tut, hat sein Honorar bereits sicher, bevor er irgendetwas geliefert hat.

Ein Punkt, der gern vergessen wird: Steuerlich ist dein Anteil Umsatz, nicht Gewinn. Der Agenturanteil ist nur dann eine saubere Betriebsausgabe, wenn er ordentlich abgerechnet und belegt ist. Und deine Zahlen sind ohnehin bekannt – seit dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz melden Plattformbetreiber die Erlöse ihrer Anbieterinnen; auch außereuropäische Betreiber müssen sich dafür registrieren, und die Daten laufen beim Bundeszentralamt für Steuern zusammen. Wie das im Einzelnen zu behandeln ist, gehört zu einer Steuerberaterin und nicht in einen Agenturvertrag.

Ab wann rechnet sich ein Anteil – und wann nicht?

Ein Anteil rechnet sich erst, wenn die Agentur deinen Nettoumsatz stärker hebt, als sie ihn beschneidet. Die Schwelle ist 1 geteilt durch (1 minus Anteil). Bei 40 % muss dein Umsatz um rund 67 % steigen, damit du am Monatsende auf demselben Betrag landest wie vorher allein.

In Zahlen: Bei 30 % Anteil brauchst du 43 % mehr Nettoumsatz, nur um gleich viel zu behalten. Bei 40 % sind es 67 %. Bei 50 % muss sich dein Umsatz verdoppeln. Bei 70 % müsste er sich mehr als verdreifachen. Erst alles oberhalb dieser Schwelle ist Gewinn für dich.

Konkret: Du machst allein 10.000 € netto im Monat und unterschreibst bei 40 %. Die Agentur muss deinen Nettoumsatz auf 16.667 € heben, damit bei dir wieder 10.000 € ankommen. 6.667 € zusätzlich – und du hast noch keinen Cent mehr verdient als vorher.

Wenn dir jemand einen Anteil verkaufen will, ohne diese Schwelle zu nennen und ohne konkret zu sagen, woher die Steigerung kommen soll, lautet die Antwort nein.

Es gibt Situationen, in denen die Rechnung klar gegen eine Agentur spricht. Hast du das Chatten bereits an eigene Leute abgegeben und dein Engpass heißt Produktion, dann kauft dir eine Umsatzbeteiligung wenig; dieses Problem löst sie nicht. Kommt dein Umsatz aus einer Quelle, zu der die Agentur keinen Zugang hat – eine gewachsene Community, eine enge Nische, schlicht dein Auftreten –, kann sie schwer hebeln, was sie nicht bedient. Und bei kleinen Accounts ist ein Anteil absolut so gering, dass er keine echten Ressourcen finanziert: Wer dort 40 % zahlt, kauft ein Versprechen, keine Schicht.

Umgekehrt ist Geld nicht die einzige Größe. Wenn ein Team dir 60 Stunden Chatten im Monat abnimmt, hat das einen Wert, auch wenn er auf keiner Abrechnung steht. Setz einen Stundensatz an, den du selbst für angemessen hältst, und rechne ihn in die Bilanz. Manche Creatorinnen entscheiden sich bewusst für weniger Geld und mehr Leben. Das ist eine legitime Antwort, sie sollte nur eine bewusste sein.

Verlang deshalb vor der Unterschrift keinen Rabatt, sondern einen Plan: Woher genau soll die Steigerung kommen, in welchem Zeitraum, und an welchen Zahlen wird sie gemessen? Eine Agentur, die ihre eigene Schwelle nicht ausrechnen kann, hat sie nie ausgerechnet.

Und wie rechnet Perlage Studios ab?

Als reine Umsatzbeteiligung, gerechnet auf den Nettoumsatz – also auf das, was OnlyFans nach Abzug seiner eigenen 20 % auszahlt, nicht auf den Bruttoumsatz. Keine Aufnahmegebühr, keine Ausstiegsgebühr, monatlich kündbar. Obendrauf kommt nichts: keine Kosten für Chatterinnen, keine Werbekosten, kein festes Grundhonorar.

Damit steht die Bemessungsgrundlage fest und ändert sich nicht: netto, nach Plattformgebühr, ohne Zusatzposten. Genau die Größe, die sich in einem Vertrag eindeutig definieren lässt – und mit der du unser Angebot gegen jedes andere durchrechnen kannst, sobald du die Prozentzahl hast.

Die steht allerdings nicht auf dieser Seite, sondern wird im Audit-Call besprochen, also im ersten Gespräch. Das ist der Punkt, an dem dieser Text auch uns trifft: Eine Zahl, die du erst im Gespräch erfährst, ist für dich unbequemer als eine, die öffentlich steht. Frag sie früh ab, bevor du irgendetwas zusagst.

Ein zweiter unbequemer Punkt gehört dazu. Ein Modell ohne Vorabkosten heißt, dass wir nur verdienen, wenn dein Umsatz steigt – Vorteil und Anreiz zugleich, auf schnellen Umsatz zu spielen. Stell uns dieselbe Frage wie jeder anderen Agentur: Woher soll die Steigerung kommen, und woran wird sie gemessen?

Zu den Ergebnissen: Creator C ging zwischen März und Mai 2025 von 10.500 auf 73.200 $ netto im Monat, Creator B zwischen Juli und August 2025 von 23.800 auf 82.700 $. Der Spotlight-Creator kommt von November 2021 bis Mai 2026 auf 3,11 Mio. $. Über 20 Creator, zusammen mehr als 20 Mio. $, alles netto nach Plattformgebühren; die Bildschirmfotos liegen auf der Website. Solche Zahlen zeigt jede Agentur nur von den Accounts, bei denen es funktioniert hat, wir eingeschlossen. Sie sind keine Prognose für deinen.

Dahinter steht die Perlage Studios Marketing Agency LLC in Oakland Park, Florida, gegründet 2021. Das Team arbeitet auf Deutsch und Englisch, Managerinnen gehören dazu. Wir arbeiten mit Creatorinnen, die zwischen 5.000 und 20.000 $ im Monat verdienen und deutlich darüber hinauswollen.

Kurz beantwortet

Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans-Agentur?

Genannt werden meist 20 bis 30 % für die reine Chatbetreuung und 30 bis 50 % für das volle Management; die Wiener Zeitung dokumentierte 2023 einen Vertrag mit 70 %. Geprüft werden diese Angaben nirgends. Und die Zahl allein sagt nichts, weil sie je nach Vertrag auf den Bruttoumsatz, auf die Auszahlung nach der Plattformgebühr oder auf den Gewinn nach Kosten gerechnet wird. Ohne diese Angabe lassen sich zwei Angebote nicht vergleichen.

Nimmt OnlyFans zusätzlich zur Agentur noch Prozente?

Ja. OnlyFans behält 20 % ein, unabhängig davon, ob eine Agentur beteiligt ist. Aus 10.000 € Umsatz werden 8.000 € Auszahlung. Der Agenturanteil kommt darauf noch obendrauf und wird aus diesen 8.000 € bezahlt – jedenfalls dann, wenn er sauber auf den Nettoumsatz gerechnet wird. Die beiden Abzüge werden in Foren und auf Vergleichsseiten ständig vermischt, was zu völlig falschen Erwartungen führt.

Was bedeutet „netto“ bei OnlyFans genau?

Für OnlyFans ist das der Betrag nach Abzug der eigenen 20 %: Aus 10.000 € brutto werden 8.000 € netto. In Agenturverträgen steht dasselbe Wort aber oft für etwas anderes, nämlich für den Betrag nach Abzug weiterer Kosten wie Honoraren für Chatterinnen oder Werbebudget. Lass dir im Vertragstext mit einem konkreten Zahlenbeispiel definieren, welcher Betrag gemeint ist, bevor du unterschreibst.

Ist ein Anteil von 50 % zu viel?

Das hängt davon ab, worauf er gerechnet wird und was er bezahlt. 50 % vom Nettoumsatz sind etwas anderes als 50 % vom Bruttoumsatz, was rechnerisch 62,5 % vom Nettoumsatz entspricht. Rechne die Schwelle aus: Bei 50 % vom Nettoumsatz muss sich dein Nettoumsatz verdoppeln, damit du am Monatsende genauso dastehst wie vorher allein. Alles darunter ist ein Verlustgeschäft.

Darf eine Agentur eine Aufnahmegebühr verlangen?

Verlangen darf sie das, üblich ist es in einem reinen Beteiligungsmodell nicht. Wer am Wachstum verdient, braucht kein Geld, bevor Wachstum existiert. Eine Vorabgebühr verschiebt das Risiko auf dich und schwächt den Anreiz zu liefern; besonders kritisch ist die Kombination aus Umsatzbeteiligung und Vorauszahlung. Ein klar umrissenes Pauschalhonorar für eng definierte Einzelleistungen ist eine andere Sache.

Was sollte ich außer dem Prozentsatz im Vertrag prüfen?

Häufig stehen dort Exklusivität, eine Mindestlaufzeit, Kündigungsfristen, Wettbewerbsverbote nach dem Ende und Regelungen dazu, wer Zugriff auf Account und Fanliste hat. Diese Punkte kosten dich im Zweifel mehr als ein paar Prozentpunkte, weil sie bestimmen, wie schnell du wieder herauskommst. Das hier ist keine Rechtsberatung: Lass den Vertrag vor der Unterschrift anwaltlich prüfen.

Wie viel Prozent nimmt Perlage Studios?

Die Zahl steht nicht auf dieser Seite, sie wird im Audit-Call besprochen. Fest steht die Bemessungsgrundlage: Der Anteil wird auf den Nettoumsatz gerechnet, also auf das, was OnlyFans nach seinen 20 % auszahlt. Es gibt keine Aufnahmegebühr, keine Ausstiegsgebühr, keine Kosten für Chatterinnen oder Werbung und kein festes Grundhonorar, und die Zusammenarbeit ist monatlich kündbar.

Frag keine Agentur nach ihrer Prozentzahl. Frag nach zwei Eurobeträgen: „Bei 10.000 € Bruttoumsatz im Monat – wie viel geht an euch, und wie viel bleibt bei mir?“ Schriftlich, vor der Unterschrift, bei jeder Agentur, die du in Betracht ziehst. Was danach kommt, kannst du vergleichen. Alles davor ist Werbung.

Wenn du unsere Zahlen dazu haben willst: Die Bemessungsgrundlage steht oben, die Prozentzahl besprechen wir im Audit-Call. Erreichbar sind wir über WhatsApp, auf Deutsch oder Englisch. Und falls deine Rechnung am Ende gegen eine Agentur ausfällt – auch das ist ein Ergebnis, mit dem du besser dastehst als mit einer Unterschrift, die du nie durchgerechnet hast.