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OnlyFans-Agentur-Vertrag: 19 Punkte, die du vor der Unterschrift prüfst

Vor dir liegt der Vertrag einer OnlyFans-Agentur, oder du suchst einen Mustervertrag, um ein Angebot daran zu messen. Einen neutralen Mustervertrag gibt es nicht: Jede Vorlage hat jemand geschrieben, der damit selbst Creatorinnen unter Vertrag nehmen will. Hier stehen deshalb die 19 Punkte, die ein fairer Vertrag schriftlich regelt, jeweils mit der Antwort, die ein creatorfreundlicher Vertrag gibt. Druck die Liste aus, leg sie neben den Entwurf und hak nur ab, was dort schwarz auf weiß steht. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Gibt es einen Mustervertrag für OnlyFans-Agenturen?

Nein, jedenfalls keinen neutralen. Eine Vorlage für einen Agenturvertrag schreibt, wer damit Creatorinnen unter Vertrag nehmen will, und sie ist aus dieser Sicht geschrieben. Verlässlicher ist der umgekehrte Weg: Du nimmst den Entwurf, den dir eine Agentur schickt, und prüfst ihn Punkt für Punkt gegen die Checkliste unten.

Das gilt auch für diese Seite: Perlage Studios ist selbst eine Agentur. Deshalb steht hier kein Vertragstext zum Kopieren, sondern die Punkte, die du in jedem Entwurf nachprüfen kannst, in unserem genauso wie in jedem anderen. Fehlt ein Punkt, bitte die Agentur, ihn schriftlich zu ergänzen. Was nur im Gespräch zugesagt wurde, findest du nach der Unterschrift in keinem Dokument wieder.

Die Checkliste: 19 Punkte

Geld

  • Wird der Anteil auf den Bruttoumsatz gerechnet oder auf die Auszahlung nach den 20 Prozent Plattformgebühr von OnlyFans?Gute Antwort: netto, im Vertrag ausdrücklich definiert, mit einem Rechenbeispiel.
  • Wird zusätzlich zum Anteil etwas berechnet: Löhne für Chatter, Werbebudget, Foto- und Videobearbeitung, Stunden einer virtuellen Assistenz, ein festes Grundhonorar?Gute Antwort: nichts obendrauf, oder jeder Zusatzposten steht einzeln mit Betrag im Vertrag.
  • Wird der Anteil neu berechnet, wenn ein Fan einen Kauf zurückbucht oder eine Erstattung bekommt?Gute Antwort: ja, der Anteil richtet sich nach dem, was tatsächlich in deinem Guthaben bleibt.
  • Welche Einnahmen fallen unter die Umsatzdefinition: nur der betreute Account oder auch Werbedeals, andere Plattformen und eine eigene Website, die du später startest?Gute Antwort: nur der eine Account, den die Agentur betreut, im Vertrag mit Namen genannt.
  • Auf wessen Bankkonto zahlt OnlyFans zuerst aus?Gute Antwort: auf ein Konto auf deinen bürgerlichen Namen, auf das nur du Zugriff hast; die Agentur schickt für ihren Anteil eine Rechnung mit festem Fälligkeitsdatum.

Laufzeit und Ausstieg

  • Ist die Laufzeit fest, oder läuft der Vertrag monatsweise weiter, und wie lang ist die Mindestlaufzeit?Gute Antwort: monatlich kündbar, oder eine kurze Laufzeit ohne Strafe beim Ausstieg.
  • Verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn du nicht bis zu einem bestimmten Datum kündigst?Gute Antwort: keine automatische Verlängerung, oder Verlängerungen um so kurze Zeiträume, dass dich eine verpasste Woche nicht ein ganzes Jahr kostet.
  • Mit welcher Frist endet der Vertrag, in welcher Form kündigst du, und ab welchem Tag läuft die Frist?Gute Antwort: Kündigung per E-Mail, höchstens 30 Tage, gerechnet ab dem Tag, an dem du sie abschickst.
  • Kostet der Ausstieg etwas: eine pauschale Ausstiegsgebühr, eine Ablösesumme oder die Zahlung der restlichen Monate?Gute Antwort: beim Ausstieg zahlst du nichts.
  • Bekommt die Agentur nach deinem Ausstieg weiter einen Anteil an den Einnahmen von Fans, die während der Laufzeit dazugekommen sind (Nachlauf- oder Sunset-Klausel)?Gute Antwort: der Anteil endet am letzten Tag der Laufzeit, ohne Provision nach dem Vertragsende.
  • Was passiert in den 30 Tagen nach der Kündigung: Wer entzieht an welchem Tag welche Zugänge, wer beantwortet die Nachrichten, was wird zurückgegeben?Gute Antwort: ein Ablauf mit festen Daten; deine Dateien, Notizen zu Fans und der Nachrichtenverlauf kommen in einem Format zurück, das du öffnen kannst.

Umfang

  • Wie weit reicht die Exklusivität: Gilt sie nur für den betreuten Account oder für jede Erotikplattform und jeden Künstlernamen, den du nutzen könntest?Gute Antwort: beschränkt auf den Account, den die Agentur betreut.
  • Gibt es ein Wettbewerbsverbot, das dich nach dem Ausstieg daran hindert, bei einer anderen Agentur zu unterschreiben oder deinen Account selbst zu führen?Gute Antwort: keins. Steht doch eins drin, liest es eine Anwältin oder ein Anwalt in deinem Land, bevor du unterschreibst.
  • Was darf die Agentur mit deinem Content machen, und was sagt der Vertrag zu den Nutzungsrechten nach dem Ende der Zusammenarbeit?Gute Antwort: das Nutzungsrecht endet mit dem Vertrag, und dort steht ausdrücklich, dass Account, Dateien, Social-Media-Profile und Abonnentenliste dir gehören.
  • Wo liegen Passwort und zweiter Faktor, und wie schnell werden Zugänge auf deinen Wunsch entzogen?Gute Antwort: bei dir, auf deinem Gerät; jeder Zugang, den das Team bekommt, ist aufgelistet und endet innerhalb von 24 Stunden nach deiner schriftlichen Aufforderung.

Menschen und Unterlagen

  • Wer schreibt in deinem Namen, zu welchen Zeiten, und wer gibt die Skripte frei?Gute Antwort: abgedeckte Zeiten und Skripte, die du gesehen hast, dazu ein Satz, dass die Agentur für das Verhalten ihres Teams auf deinem Account einsteht.
  • Wer betreut den Account im Alltag, und verweist der Vertrag auf diese Person?Gute Antwort: eine Person aus dem Management, die du vor der Unterschrift kennengelernt hast und deren Name in einem Dokument steht, auf das der Vertrag verweist.
  • Wie oft bekommst du Zahlen, und welche?Gute Antwort: wöchentlich und schriftlich, mit Brutto und Netto, Umsatz nach Abos, PPV und Trinkgeldern, und mit dem, was nicht funktioniert hat.
  • Welches Recht gilt für den Vertrag, und wo würde ein Streit verhandelt?Gute Antwort: ein Ort, den du realistisch erreichen kannst, und eine Anwältin oder ein Anwalt in deinem Land hat genau diese Klausel gelesen.

Fair oder problematisch: woran du es am Wortlaut erkennst

Dieselben Themen können im Vertrag sehr verschieden geregelt sein. Die Tabelle zeigt für acht Punkte in einfachen Worten, wie eine faire Regelung aussieht und woran du eine problematische erkennst. Sie bewertet keine bestimmte Agentur und ersetzt keine anwaltliche Prüfung.

Acht Punkte im Vergleich, in einfachen Worten statt Vertragssprache.
PunktFairProblematisch
Basis des AnteilsDer Vertrag sagt ausdrücklich, dass der Anteil auf die Auszahlung nach den 20 Prozent von OnlyFans gerechnet wird, und zeigt das an einem Rechenbeispiel.Es heißt nur „Umsatz“ oder „Einnahmen“, ohne zu sagen, ob vor oder nach der Plattformgebühr. Oder „netto“ meint den Betrag nach weiteren Kosten der Agentur.
ZusatzkostenNeben dem Anteil wird nichts berechnet, oder jeder Zusatzposten steht mit Betrag im Vertrag.Chatter, Werbebudget, Foto- und Videobearbeitung oder ein Grundhonorar kommen obendrauf, ohne Betrag und ohne Obergrenze.
LaufzeitMonatsweise ohne Mindestlaufzeit, oder kurz und ohne Strafe beim Ausstieg.Ein Jahr oder länger, und der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn du eine Frist verpasst.
KündigungEine E-Mail genügt. Die Frist ist in Tagen angegeben, höchstens 30, und läuft ab dem Tag, an dem du kündigst.Die Frist ist nur „angemessen“ oder „nach Absprache“, Kündigen geht nur zu bestimmten Stichtagen, oder der Vertrag endet nur, wenn die Agentur zustimmt.
AusstiegsgebührBeim Ausstieg zahlst du nichts.Eine Pauschale, eine Ablösesumme, die Zahlung der restlichen Monate oder eine „Aufwandsentschädigung“ für angebliche Setup-Kosten.
Provision nach VertragsendeDer Anteil endet am letzten Tag der Laufzeit.Die Agentur bekommt nach deinem Ausstieg weiter einen Anteil an den Einnahmen von Fans, die während der Zusammenarbeit dazugekommen sind.
Rechte am ContentDie Agentur darf deinen Content nur für die Betreuung nutzen, dieses Recht endet mit dem Vertrag, und Account, Dateien, Social-Media-Profile und Abonnentenliste gehören ausdrücklich dir.Content, der während der Zusammenarbeit entsteht, oder die Fanliste gehört laut Vertrag der Agentur, oder zu den Rechten steht gar nichts drin.
Logins und AuszahlungPasswort, Zwei-Faktor-Authentifizierung und die E-Mail-Adresse hinter dem Account bleiben bei dir. OnlyFans zahlt auf ein Konto auf deinen Namen aus, und die Agentur stellt ihren Anteil danach in Rechnung.Die Agentur will die hinterlegte E-Mail-Adresse auf eine eigene ändern oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung auf ihre Geräte legen, oder das Geld landet zuerst bei ihr und du bekommst deinen Teil überwiesen.

Was ‚ohne Vertragsbindung‘ im Vertrag heißen muss

Ohne Vertragsbindung heißt: Du kannst die Zusammenarbeit jeden Monat beenden, ohne Begründung und ohne dafür zu zahlen. Mehr als ein Werbesatz ist das erst, wenn es genau so im Vertrag steht. Lange Laufzeiten mit Ausstiegskosten sind dagegen ein Warnsignal, weil sie das Risiko einseitig auf dich verlagern.

In den Vertrag gehören dafür fünf Punkte: eine Laufzeit, die monatsweise oder unbefristet läuft; eine Kündigungsfrist, die in Tagen beziffert ist statt mit Wörtern wie „angemessen“ oder „nach Absprache“; die Klarstellung, dass eine Kündigung per E-Mail genügt; keine automatische Verlängerung in eine neue feste Laufzeit; und der ausdrückliche Ausschluss von Ausstiegskosten und Vertragsstrafen jeder Art.

Rechne die Logik einer langen Laufzeit einmal durch. Eine Agentur, die gute Arbeit liefert, verliert durch einen monatlich kündbaren Vertrag nichts, denn du bleibst, weil sich die Zusammenarbeit für dich lohnt. Auf eine mehrjährige Bindung drängt eine Agentur vor allem dann, wenn sie damit rechnet, dass du vorher gehen willst. Ob sie liefert, siehst du nicht erst nach zwei Jahren: Pricing, Chatting und Traffic-Arbeit zeigen sich oft schon nach wenigen Wochen in deinen Zahlen.

Achte außerdem auf die Tricks rund um die Kündigung: ein enges Kündigungsfenster, nach dem sich der Vertrag um eine neue feste Laufzeit verlängert; Ausstiegskosten, die als „Aufwandsentschädigung“ oder Rückzahlung angeblicher Setup-Kosten auftauchen; Klauseln, die nach der Kündigung weiterlaufen, etwa eine Beteiligung an deinen späteren Einnahmen. Geregelt sein sollte auch, was nach der Kündigung passiert: Zugänge werden entzogen, offene Abrechnungen sauber abgeschlossen, danach bestehen keine weiteren Ansprüche. Steht auf der Website „monatlich kündbar“, im Vertrag aber etwas anderes, verlass dich auf den Vertragstext und frag nach, bevor du unterschreibst.

Welches Recht gilt, wenn die Agentur im Ausland sitzt?

Eine allgemeine Antwort darauf gibt es nicht, und diese Seite gibt dir keine. Was du selbst tun kannst: Such im Entwurf die zwei kurzen Klauseln, die meist gegen Ende stehen. Die eine sagt, welches Recht gelten soll, die andere, wo ein Streit ausgetragen wird, vor einem Gericht oder vor einem Schiedsgericht.

Lass genau diese beiden Stellen vor der Unterschrift von einer Anwältin oder einem Anwalt in deinem Land lesen. Fehlen sie oder nennen sie einen Ort, an dem du dir ein Verfahren praktisch nicht leisten könntest, sprich das an, bevor du unterschreibst. Das gilt für jede Agentur, die nicht in deinem Land sitzt, unsere eingeschlossen.

Wie der Vertrag bei Perlage Studios aussieht

Bei Perlage Studios wird der Anteil auf den Nettoumsatz gerechnet, also auf das, was OnlyFans nach seinen eigenen 20 Prozent an dich auszahlt, und obendrauf kommt nichts: keine Kosten für Chatter, kein Werbebudget, kein Grundhonorar. Es gibt keine Setup-Gebühr und keine Ausstiegsgebühr. Der Vertrag läuft von Monat zu Monat, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist. Passwort, Zwei-Faktor-Authentifizierung und die E-Mail-Adresse hinter deinem Account bleiben bei dir, und OnlyFans zahlt auf dein eigenes Bankkonto aus. Unser Anteil wird danach separat abgerechnet, wenn du die volle Auszahlung gesehen hast.

Vor dem Start legen wir auf Basis deiner eigenen Zahlen ein Monatsziel fest und schreiben es in den Vertrag. In einem Monat, in dem dieses Ziel verfehlt wird, ist unser Anteil für diesen Monat 0 USD. Das ist die Zielklausel (target-or-zero clause), eine Zahlungsregel im Vertrag. Den genauen Prozentsatz legen wir im kostenlosen Strategiegespräch fest; er hängt vom Leistungsumfang ab und steht nicht auf dieser Seite. Alle übrigen Punkte der Checkliste stehen im Vertragsdokument, und dort prüfst du sie genauso wie bei jeder anderen Agentur.

Kurz beantwortet

Gibt es einen Mustervertrag für OnlyFans-Agenturen?

Keinen neutralen. Eine Vorlage für einen Agenturvertrag schreibt, wer damit selbst Creatorinnen unter Vertrag nehmen will, und sie ist aus dieser Sicht geschrieben. Verlässlicher ist es, den Entwurf, der vor dir liegt, Punkt für Punkt zu prüfen: worauf der Anteil gerechnet wird, was zusätzlich kostet, Laufzeit, Kündigung, Ausstiegsgebühr, Rechte am Content, Logins und Auszahlung. Die Checkliste auf dieser Seite hat dafür 19 Punkte, jeweils mit der Antwort, die ein creatorfreundlicher Vertrag gibt.

Was muss in einem OnlyFans-Agenturvertrag stehen?

Schriftlich geregelt sein sollte mindestens: worauf der Anteil gerechnet wird, brutto oder netto, mit einem Rechenbeispiel; welche Kosten zusätzlich anfallen; die Laufzeit und ob sie sich automatisch verlängert; Kündigungsfrist und Form der Kündigung; ob der Ausstieg etwas kostet und ob nach dem Ende noch ein Anteil fällig wird; wem Content, Account und Fanliste gehören; wer welche Zugänge bekommt; auf wessen Konto OnlyFans auszahlt; welches Recht gilt und wo ein Streit verhandelt wird.

Wie lange sollte ein OnlyFans-Agenturvertrag laufen?

So kurz, dass dich ein schlechter Monat nicht festhält: idealerweise monatsweise ohne Mindestlaufzeit, oder eine kurze Laufzeit ohne Strafe beim Ausstieg. Wichtiger als die Länge ist, was das Gehen kostet. Prüf deshalb, ob sich der Vertrag automatisch verlängert, ob die Kündigungsfrist in Tagen beziffert ist und höchstens 30 Tage beträgt, ob eine E-Mail zur Kündigung genügt und ob beim Ausstieg eine Gebühr anfällt.

Brauche ich für den Agenturvertrag einen Anwalt?

Wenn dir eine Klausel unklar ist, ja. Vertragsrecht unterscheidet sich von Land zu Land, und keine Website, auch diese nicht, kann dir sagen, wie dein konkreter Vertrag dort behandelt wird, wo du lebst. Lass mindestens diese Stellen von einer Anwältin oder einem Anwalt in deinem Land lesen: Berechnungsbasis, Laufzeit und Verlängerung, Kündigung, Rechte an Content und Account, ein Wettbewerbsverbot, falls es eins gibt, und die Klauseln zum geltenden Recht und zum Gerichtsstand.

Hat Perlage Studios eine Mindestlaufzeit?

Nein. Die Zusammenarbeit läuft von Monat zu Monat, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist, ohne Setup-Gebühr und ohne Ausstiegsgebühr. Bezahlt wird ausschließlich über eine Umsatzbeteiligung auf den Nettoumsatz, also auf das, was OnlyFans nach seinen eigenen 20 Prozent auszahlt. Die genaue Aufteilung besprechen wir vor dem Start im kostenlosen Strategiegespräch.

Nimm die ausgedruckte Liste in jedes Agenturgespräch mit, auch in unseres. Schreib uns per WhatsApp oder iMessage an +43 664 75080133 oder über das kurze Formular unten, auf Deutsch oder Englisch, und ein Senior-Manager antwortet innerhalb von 12 Stunden. Der erste Schritt ist ein kostenloses Strategiegespräch per Video (auf Wunsch ohne Kamera), rund 30 Minuten, in dem du jeden Punkt dieser Liste offen fragen kannst. Unterschrieben wird erst danach, wenn überhaupt.

Strategiegespräch anfragen Öffnet WhatsApp · oder per iMessage · +43 664 75080133

Oder stattdessen über ein kurzes Formular anfragen